
Die Prozeßkostenrechnung ist ein modernes Instrument des Controlling, um Produktions- und Verwaltungsprozesse zu bewerten. Sie versucht eine analytische oder mengenmäßige Kostenplanung im Gemeinkostenbereich zu erreichen.
Die verwaltenden Bereiche sind aufgrund der schlechten Planung und Messbarkeit des Outputs, sowie dem großen Anteil an innovativer und gedanklicher Arbeit schwer planbar und steuerbar. Instrumente für diese Einsatzbereiche müssen folgende Anforderungen erfüllen:
Bekannte Instrumente sind hierbei:
Die Gemeinkostenwertanalyse verfolgt das Ziel, Kosten und Nutzen von Leistungen zu beurteilen und "unnötige" Leistungen bzw. Kosten zu reduzieren. Diese einmalige Anstrengung mobilisiert für kurze Zeit das gesamte mittlere Management.
Das Zero-Base-Budgeting verlangt von jedem Manager sein Budget vollständig und detailliert zu begründen.
Beide heuristische Verfahren sind Output-orientiert und sind aufgrund des hohen Arbeits- und Zeitaufwandes nicht laufend, sondern nur einmalig anwendbar. Der Vorteil liegt in der Überschreitung des 1-Jahres-Budgetzeitraumes. Beide Instrumente sind jedoch entweder nur kostenstellen- oder abteilungsorientiert (GWA) oder funktionsorientiert (Leistungspakete des ZBB).
Die Prozesskostenrechnung kann hingegen eine prozessorientierte, kostenstellenorientierte Sichtweise und permanente Vorgehensweise anbieten
Die Prozesskostenrechnung versucht die Beherrschung des Gemeinkostensbereiches der Unternehmen. Dieses Ziel soll sie über eine Änderung der Sichtweise des Gemeinkostenbereiches erreicht werden, indem nicht die Abteilungsorientierung, sondern die kostenstellenübergreifende Ablauforientierung (Prozessorientierung) im Vordergrund steht. Gemäß diesem Sinn, ist die Prozesskostenrechnung ein Instrument zur Umsetzung der Prozessorientierung mit dem Schwerpunkt auf der Kostenseite. Ihr Ziel liegt daher nicht nur in der Ermittlung von Prozesskosten oder der Verrechnung von Gemeinkosten, sondern auch in: